AMI-Fördertechnik für wachsende Anforderungen bei Sanicare

 
 
Rund 60.000 verschiedene pharmazeutische Produkte und medizinische Hilfsmittel - von der Aspirintablette bis zum Rollstuhl – bevorratet die Sanicare Versandapotheke in ihrem Zentrallager in Bad Laer im Münsterland. Sanicare stieg nach der Gesundheitsreform 2004 als eine der ersten Apotheken in den Versandhandel ein und ist heute mit rund 10.000 Sendungen und insgesamt 59.500 Positionen pro Tag der führende deutsche Anbieter in diesem Bereich. Für Kommissionierung und Versand setzt Sanicare auf Fördertechnik des Anbieters AMI Förder- und Lagertechnik GmbH
 
Hauptmaßnahme der ersten Lagermodernisierung war das Umrüsten auf angetriebene Fördertechnik in allen Bereichen. Installiert wurden moderne doppelte Förderbänder. Das bedeutet: Eine angetriebene Bahn verläuft einmal durch die komplette Kommissionierung bis hin zum Versandbereich. Parallel dazu verläuft eine nicht-angebtriebene Förderstrecke. Auf der angetriebenen Förderstrecke werden die Kommissionierbehälter von einem Kommissionierbereich zum nächsten transportiert. In den Bereichen, wo dem Auftrag Waren hinzugefügt werden sollen, wird der Behälter automatisch – gesteuert von einer zentralen Siemens S5 – mit Hilfe eines Drehausschleusers oder eines Kettenschrägausschleusers auf das manuelle Förderband transportiert, an dem die Kommissionierer arbeiten. Sie entnehmen aus den Regalen und Durchlaufregalen in ihrem Kommissionierbereich die Artikel in entsprechender Anzahl, die auf der im Behälter liegenden Liste aufgeführt wird. Haben sie alle Waren aus ihrem Bereich kommissioniert schieben sie den Behälter manuell wieder auf die angetriebene Fördertechnik.
 
Noch im selben Jahr erfolgte die Umrüstung der staudruckarmen Rollenförderer im angetriebenen Bereich auf staudrucklose Förderer des Typs ARFS 50-130. Staudrucklose Förderer sind mit pneumatischen Hubsegmenten ausgestattet, die ein Anheben der Tragrollen vom Transportgurt ermöglichen. Durch diesen Mechanismus wird der Transport der Fördergüter auf dem entsprechenden Segment unterbrochen. Ein Sensorventil steuert diesen Vorgang. Befindet sich ein Fördergut im Arbeitsbereich des Sensors und ist das Eingangssignal ausgeschaltet, wird über eine Auswertelektronik auch das Ausgangssignal ausgeschaltet und das Magnetventil aktiviert. Das Magnetventil hebt mithilfe eines Pneunmatikzylinders den Bremsbalken an und stoppt so die Ware. Eingangs- und Ausgangssignal der aufeinander folgenden Sensoren sind aneinander gekoppelt. Das heißt: Ist der in Förderrichtung nachfolgende Sensor mit einem Fördergut bedeckt, so wird das Eingangssignal ausgeschaltet und der Sensor stoppt das betreffende Fördergut. Wird das Fördergut vom nächsten Sensor in Förderrichtung weggefahren, wird auf das Signal des Sensors hin das Eingangssignal wieder eingeschaltet und die Ware zum nächsten Sensor transportiert.