Rechnerfertigung – eine besondere Aufgabe für die Fördertechnik

Fujitsu Siemens Computers ist der führende europäische IT-Infrastruktur Hersteller und zugleich Marktführer in Deutschland. Mit seinem strategischen Fokus auf innovativen Mobility und Dynamic Data Center Produkten, Services und Lösungen bietet das Unternehmen eine einzigartige Bandbreite an Produkten - vom Notebook über Desktops bis hin zu IT Infrastrukturlösungen und Services.
 
Auch in der Produktion und Montage von Notebooks, PCs und Servern spielt die Fördertechnik eine wichtige Rolle. So werden an die hier eingesetzten Förderanlagen Anforderungen gestellt, die die Struktur der Produktion unterstützen, den Ablauf optimieren und nicht zuletzt die speziellen ergonomischen Ansprüche an die Qualitätsprüfungen der Hardware erfüllen. Das gilt auch für Fujitsu Siemens Computers in Augsburg, wo kontinuierliches Umsatzwachstum und damit verbundene höhere Stückzahlen nicht ohne Auswirkungen auf die Konzeption der Fördertechnik blieben.
 
So werden in Augsburg Computer und Systeme gemäß Kundenwunsch endkonfiguriert, d. h. der Kunde wählt aus, welche Hardware-Kombination (Prozessor, Speicher, Festplatte) er haben will. Auch die gewünschte Software wird aufgespielt.
 
Bevor die speziell zusammengestellten Notebooks oder PCs das Werk verlassen, haben diese Geräte alle erforderlichen Montage- und Prüfstationen durchlaufen; unterstützt von einer Fördertechnik , die alle in der Organisation des montageorientierten Materialflusses hinterlegten Ansprüche erfüllt. Ort des Geschehens sind die Montagehallen 23, 34 und 43, in denen die AMI Förder- und Lagertechnik GmbH, die Förderanlagen inkl. der integrierten Montagearbeitsplätze und Prüfstationen installiert hat.





Beispiel Halle 34
 
In der Halle 34 werden PCs in großen Stückzahlen nach dem Prinzip der Fließfertigung gebaut. Dieser Prozess läuft heute über acht Linien, die wegen der darauf gefertigten Auftragsgrößen High-Volume-Linien genannt werden. 

In der ersten Ausbaustufe kam man noch mit sechs Linien aus. Zunehmendes Auftragsaufkommen und der Bedarf an noch mehr Flexibilität aber verlangte nach Ausbaumaßnahmen innerhalb derer zwei weitere Linien hinzu
Kamen. Hier findet jeder Veredelungsschritt vom Auflegen des leeren Gehäuses bis zum fertig verpackten Gerät auf der Linie statt. Es gibt praktisch keine Umrüstzeiten. Zuerst wird das notwendige Material palettenweise bereitgestellt und auf die jeweiligen Montagelinien verteilt. „Step by step“ entsteht auf diese Weise der vom Kunden bestellte PC oder das entsprechende  Notebook. Der Transport zu den einzelnen Montagearbeitsplätzen und nachfolgenden Prüfplätzen geschieht über teilweise automatisierte Fördertechnik. Vorläufige Endstation, bevor es zur Versandkommissionierung (Beilegen von z. B. Installations-CDs, Bedienungshandbüchern, Maus und Tastatur) geht, sind die Prüfstationen, auf denen die fertigen Rechner auf „Herz und Nieren“ durchgecheckt werden. Diese Prüfplätze hat AMI gemeinsam mit Fujitsu Siemens Computers geplant und dann realisiert. 
Da bei Fujitsu Siemens Computers die Ergonomie am Arbeitsplatz ein absolutes Muss ist, hat AMI diesen Anspruch in Konzept und Ausführung konsequent umgesetzt. Dabei spielten dann Faktoren wie Anordnung der Rollenförderer in richtiger Arbeitshöhe für die Tests eine wichtige Rolle.
Aber auch auf die sinnvolle Anordnung von Kabeldurchführungen und Anschlussstellen wurde großer Wert gelegt; der richtige Anschluss an der richtigen Stelle ist Bestandteil der Ergonomie und spart Durchlaufzeit.
 
Bei der Realisierung der Fördertechnik in den einzelnen Hallen konnte AMI weitgehend auf seine standardisierten Baugruppen zurückgreifen. Die von Fujitsu Siemens Computers an AMI gestellte Aufgabe, was die Konzeption der Fördertechnik anbelangt lag vor allem darin, die Anforderungen nach hoher Durchlaufeffizienz und optimaler Arbeitsplatzergonomie umzusetzen und so auch die Arbeitsabläufe zu rationalisieren.